Rapperswil-Jona. Die SVP Rapperswil-Jona unterstützt die Initiative “Attraktiver Wohnraum im ehemaligen Pflegezentrum Meienberg”, die eine nachhaltige und generationenübergreifende Lösung für diese Liegenschaft fordert und am 29. November 2026 zur Abstimmung kommt. Den Gegenvorschlag der Stadt Rapperswil-Jona lehnt der Vorstand der SVP Rapperswil-Jona entschieden ab.
Nachhaltige und generationenübergreifende Nutzung
Die Initiative der Interessensgemeinschaft zur zukünftigen Nutzung der städtischen Liegenschaft am Meienberg setzt ein wichtiges Zeichen für vorausschauende Stadtentwicklung in Rapperswil-Jona. Sie fordert, dass nach dem Auszug des Pflegezentrums Meienberg Ende 2026 ein quartierverträgliches und finanziell nachhaltiges Wohnprojekt mit generationenübergreifenden Wohnungen realisiert wird. Der Standort am Fusse des Meienbergs ist ideal für Wohnraum: zentral gelegen, gut erschlossen, verkehrsarm, ruhig, naturnah und in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten. Es handelt sich um eine begehrte Lage, die für viele Einwohnerinnen und Einwohner von Rapperswil-Jona attraktiv ist. Gerade deshalb ist es richtig und notwendig, dass die Bevölkerung bei der künftigen Nutzung dieser städtischen Liegenschaft mitreden kann.
Gegenvorschlag schafft keine Verbindlichkeit
Der Gegenvorschlag sieht zwar vor, das Grundstück Nr. 162J (im Schachen) einem gemeinnützigen Wohnbauträger im Baurecht zur Verfügung zu stellen. Über die definitive Abgabe hätte die Stimmbevölkerung jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden. Auch bei einer Annahme des Gegenvorschlags kann der Stadtrat daher nicht garantieren, dass ein solches Wohnprojekt tatsächlich realisiert wird. Hinzu kommt, dass weder die konkrete Ausgestaltung noch die Trägerschaft des Projekts feststehen. Die Erfahrungen mit dem Projekt “Lattenbach” zeigen, dass die Suche nach gemeinnützigen Wohnbauträgern keine Selbstverständlichkeit ist. Nur eine Zürcher Wohnbaugenossenschaft zeigte Interesse. Auch das Argument einer langwierigen Umzonung überzeugt aus Sicht der SVP Rapperswil-Jona nicht. Die vom Stadtrat geplante Umnutzung des Pflegezentrums dürfte aufgrund möglicher Rechtsmittelverfahren selbst über Jahre verzögert werden. Damit bleibt fraglich, ob Ortspartei Rapperswil-Jona, Kontakt: die vorgesehene Zwischennutzung überhaupt im geplanten Zeitraum umgesetzt werden kann.
Alternativstandorte vorhanden
Dass Alternativstandorte für die Unterbringung von Flüchtlingen bestünden, zeigen die öffentlichen Beschlüsse des Stadtrates: Gemäss Beschluss vom 12. August 2024 prüfte das Ressort Bau und Liegenschaften vier mögliche Standorte im Grünfeld, in der unteren Langrüti, im Neuhüsli und an der Rietstrasse. Der Stadtrat favorisierte den Standort an der Rietstrasse, zog aber die Fläche hinter der Jugendherberge ebenfalls in Betracht. Erst am 18. November 2024 kam neben einer Parzelle der reformierten Kirchgemeinde unvermittelt das Pflegezentrum Meienberg zur Sprache. Gleichzeitig entschied sich der Stadtrat im Grundsatz für diese Variante und gegen die Modulbauten. Am 20. Januar 2025 hielt er – trotz Alternativen und Aussicht auf langwierige Rechtsmittelverfahren – an der Umnutzung des Pflegezentrums Meienberg fest.
Initiative bietet die klarere Perspektive
Für die SVP Rapperswil-Jona schafft einzig die Initiative die notwendige Verbindlichkeit für eine langfristige Wohnnutzung an diesem begehrten Standort. Sie verhindert, dass aus einer als vorübergehend bezeichneten Lösung ein dauerhaftes Provisorium wird und wertvoller Wohnraum im Hanfländerquartier auf Jahre hinaus blockiert bleibt. Die SVP Rapperswil-Jona empfiehlt deshalb die Initiative “Attraktiver Wohnraum im ehemaligen Pflegezentrum Meienberg” zur Annahme. Der Vorstand lehnt hingegen den Gegenvorschlag des Stadtrats klar ab.
SVP Rapperswil-Jona